Akasha Project – H² The Quantum Music Of Hydrogen

Komplex, speziell, meditativ!

VÖ: 2010 Label: Klangwirkstoff Records

Genre: Ambient, Drone

Viele Publikationen lassen sich problemlos nebenbei konsumieren, ohne dass die Hörerinnen/ Hörer irgendwelche wichtigen Eckpunkte verpassen, hingegen “H² The Quantum Music Of Hydrogen – Der Klang der Wasserstoffatome” von Akasha Project “erschließt” niemand im “Vorbeigehen”, außer sie/ er erwartet von einem Oeuvre nur oberflächliche Eindrücke und verzichtet auf die wahren Inhalte, die sich nicht sofort beim ersten Hördurchgang eröffnen.

Seit Mitte der 90er erforschen B. Ashra, Tommelon, Eru (aka Ricky Deadking) & das Akasha Project gemeinsam (in Kollektiven) oder alleine die Wirkung planetarer & molekularer Tunings, woraus sie spannende Releases wie “H² The Quantum Music Of Hydrogen – Der Klang der Wasserstoffatome” formen, welche ab 2006 über Klangwirkstoff Records mit Sitz in Berlin erschienen, das die Herren Tom Wölke & Bert Olke ins Leben riefen, um Ruhe & Entspannung mittels meditativer Klänge in die Welt zu entsenden.

Wer die Meinung vertritt, dass wir in Punkto komplexe Themen die “Spitze des Eisberges” erklommen hätten, darf diese mit “H² The Quantum Music Of Hydrogen – Der Klang der Wasserstoffatome” faktisch revidieren & als neues Maß der Dinge ansehen bzw. einsetzen, oder kann jemand die akustische Darstellung der Elektrosprünge des Wasserstoffes überbieten? Heißt, aufgrund von spektralen Messdaten der Wasserstoffatome entwickelte Barnim A. Schultze, der Kopf hinter dem Akasha Project, innerhalb von 10 Jahren spezielle Kompositionen, die auf den Frequenzberechnungen von Hans Coustos von 1999 beruhen, die einen exakten Stimmschlüssel vorgeben, woraus sich ein meditativer Sound ableitet, der das Element präsentiert, welches die Welt im Inneren zusammenhält –  H².

Personen, die Musik ohne Sinn & Verstand verschlingen, werden die 6 zu vernehmenden Tondokumente auf “H² The Quantum Music Of Hydrogen – Der Klang der Wasserstoffatome” als nervtötende “Kling Klang Mucke” für Wartezimmer in Arztpraxen bezeichnen – Schade, aber nicht zu ändern! Hingegen Individuen, welche über ausreichend Freizeit verfügen und zudem meditativen bzw. spirituellen Erscheinungen nicht abgeneigt sind, sollten eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit diesem Opus wagen, das sicherlich nicht beim Erstkontakt “zündet”, aber im Verlauf von einigen ausgiebigen Studien eine beruhigende Wirkung ausstrahlt, die sich auf fließenden Ambientstrukturen versetzt mit “Synthesizergeklimper” begründet. Gerade Hörerschichten, die ansonsten Space Ambient favorisieren, müssen diese minimalistische Variante bzw. Ausgabe (davon) antesten, welche von experimentellen Passagen bis hin zu Ohrwürmern reicht. Aufgrund des sehr homogenen Gesamteindrucks entfällt der Anspieltipp zugunsten des Ausspruchs “Love i or hate it, but taste it!”.

Fazit:

Barnim A. Schultze bzw. das Akasha Project offeriert mit “H² The Quantum Music Of Hydrogen – Der Klang der Wasserstoffatome” eine recht spezielle Veröffentlichung (Keine Wertung!), welche in Sachen Geschlossenheit zu den absoluten Highlights im riesigen Musikdschungel gehört, die aber aufgrund ihrer Komplexität einer kleinen elitären Minderheit vorbehalten bleibt – meine uneingeschränkte Empfehlung! PS: Wer Zeit & Muse investiert, wird einen meditativen “Rausch” erleben, der für alle “Strapazen” entschädigt!

Hörbeispiele und weitere Informationen zum Akasha Project findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/akashaproject
http://www.akashaproject.de
http://www.klangwirkstoff.de

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