ANNA VON HAUSSWOLFF – Ceremony

Barockmusik (in Form von Drones) & Pop – zwei sehr gegensätzliche Stile, die die junge Schwedin ANNA VON HAUSSWOLFF auf ihrem zweiten Album “Ceremony” miteinander vereint, wodurch sich eine stimmungsgeladene Symbiose ergibt, welche flux in ihren Bann zieht & Emotionsschübe garantiert.

Neben der berührenden Tonkunst wartet ANNA VON HAUSSWOLFF mit einem stimmgewaltigen Organ auf, das zwischen charismatisch kräftig & völlig verträumt (Kate Bush trifft Monic Richards (Faith And The Muse)!) pendelt und neben den Orgeldrones das Hauptohrenmerk darstellt. Bei der musikalischen Umsetzung halfen der Nordfrau aus Göteborg, Schweden die Gastmusiker MARIA VON HAUSSWOLFF (GESANG), DANIEL ÖGREN (Gitarre, Klavioline), KARL VENTO (Gitarre), CHRISTOPHER CANTILLO (Schlagzeug), XENIA KRIILSIN (Zither, Gesang) & FILIP LEYMAN (Synthesizer, Percussion, Produktion), deren Zusammenspiel eine vielseitige aber gradlinige Fusion aus klassischen & modernen Strukturen bildet, die in dieser Art bzw. Zusammensetzung eine echte Neuerung am Markt darstellt. Neben den voluminösen Orgeldrones tauchen auch derbe Gitarren- Bassdrones (á la Sunn O)))) auf, deren Schwingungen in Mark & Bein fahren und im krassen Gegensatz zu den poppigen Passagen stehen, welcher aber niemals unvereinbar wirken, sondern eher wie eine feste Einheit rüberkommen. Sakralität in Kombination mit melodiöser Leichtigkeit, beschreibt “Ceremony” von ANNA VON HAUSSWOLFF trefflichst, das mit ‘Mountains Grave‘ über einen echten Hit verfügt, der eine groovende Orgelpartitur mit Schlagwerk & eindringlichem Gesang offenbart – Wahnsinn!!!

 Obwohl ‘Mountains Graveaus der Gesamtheit heraussticht, ist er nur ein Baustein des durchweg genialen Albums “Ceremony“, welches auch nach dem x-ten Hördurchlauf noch fasziniert. Wer emotional berührende Musik sucht, die Gänsehaut verursacht, kommt um diesen nordischen “Vulkan” von ANNA VON HAUSSWOLFF nicht umher!

Fazit:

ANNA VON HAUSSWOLFF erschafft mit “Ceremony” eine mitreißende Melange aus barocken Orgendrones & Pop, deren Stimmungen von Anfang bis Ende unter die Haut gehen – meine absolute Empfehlung! So ungewöhnlich sich diese Mischung auch anhört, umso intensiver verläuft der Konsum (am Besten in totaler Dunkelheit), der gar nicht mal Kopfkino verursacht, sondern Gefühlsregungen hervorruft! PS: Sollte “Ceremony” von ANNA VON HAUSSWOLFF Mainstream sein, gehört er zu dem Besten, das innerhalb dieser meist überflüssigen Soße existiert!

ANNA VON HAUSSWOLFF – Ceremony

Tracklisting: 01. Epitaph 02. Deathbed 03. Mountains Crave 04. Goodbye 05. Red Sun 06. Epitaph of Daniel 07. No Body 08. Liturgy of Light 09. Harmonica 10. Ocean 11. Sova 12. Funeral of my Future Children 13. Sun Rise

VÖ: 2012 Label: Kning Disk

Genre: Klassik, Drone, Pop Format: CD | DLP

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