attacca – o’ the emotions

Schwere Kost präsentiert das junge deutsch-kanadische Trio attacca auf seinem Debüt “o’ the emotions” definitiv, dessen Intensität an derbe Mama Bär Soloarbeiten gemahnt, aber auch an vertrackten Jazz, Sounds, die ungeübte Ohren garantiert als stringenzlos bzw. atonal empfinden, hingegen Freunde der Improvisation finden hier ihr Seelenheil.

attacca publizieren ihren Erstling “o’ the emotions” über den Berliner Verlag Schraum, der seit 2004 gegenwärtige Musik veröffentlicht. Matthias Müller (Posaune), Dave Bennett (Gitarre) & Axel Haller (Bass) hinter attacca tauchen innerhalb des Schraum Backkatalogs in anderer Art & Weise  auf, weshalb Stammkunden in attacca keine Neulinge vorfinden.

Auch thematisch setzt die Herren auf Improvisation, weshalb “o’ the emotions” alleine von den Tracktiteln her, einem zusammengewürfelten Haufen gleicht, wo sie ihren Emotionen freien Lauf lassen. Heißt, äußerlich erscheint “o’ the emotions” absolut unschlüssig, aber bei näherer Betrachtung tritt der Kern dieser Arbeit zutage – Gefühle! PS: In unserer gefühlsarmen Welt gleicht “o’ the emotions” einem Vulkan, der niemals versiegt, das auch die berührende Tonkunst widerspigelt.

Wem Verzerrungen bis zur Unkenntlichkeit nicht zusagen, sollte von “o’ the emotions” von attacca besser die Finger lassen, wo Matthias Müller, Dave Bernett & Axel Haller die Tonspuren ihre Instrumente mittels Effektgeräte in ungeahnte Dimensionen drehen, welche Atonalität & Entspannung zugleich projekzieren – Wahnsinn! Teilweise bis zur Unkenntlichkeit “verstümmelt” bilden Posaune, Gitarre & Bass einen äußerst intensiven Sog bzw. Klangteppich, der komplex wie zugleich vereinnahmend klingt, wodurch “o’ the emotions” Zeit & Muse benötigt, um komplett bei den Rezipienten anzukommen. Anspieltipp? Im Endeffekt das ganze Album, aber im Detail das letzte Tondokument des Releases ‘living by fiction‘, das schweren Nosie Ambient in Perfektion offenbart.

Fazit:

Intensität in Reinkultur beschreibt das Debüt “o’ the emotions” des deutsch-kanadischen Trios attacca phänomenal, welches von Anfang bis Ende begeistert, wenn sie/ er noisige Improvisationen schätzt – meine absolute Empfehlung!

Tracklisting: 01. we intended firing simultaneously 02. le plateau 03. horn beam 04. werfen 05. standby polarity 06. la roque 07. it happened when the sun fail 08. nova nova 09. hageberg 10. living by fiction

VÖ: 2012 Labe: Schraum

Genre: Noise, Musique Concréte, Ambient, Jazz Format: CD

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