Wer braucht schon Abwechslung?

VÖ: 2010 Label: Black Drone

Genre: Drone Doom

Bring Me The Head Of Orion (BMTHOO) gehört sicherlich zu den Senkrechtstartern des Jahres 2009, der mit seinem neuen Album “Courting Leviathan” unter Beweis stellen muss, ob er zukünftig weiterhin Geheimtipp bleibt oder zu renommierten Größen der Bewegung wie Sun O))), Khanate & Earth aufschließt.

“Courting Leviathan” erschien über die junge & engagierte Tonträgermanufaktur Black Drone aus Australien, die das Release in einer angemessenen Stückzahl von 100 Exemplaren im High Quality CD-R Format auflegt.

Inhaltlich “turnt” der Texaner im Buch Ijob (Job, Hiob) herum, das zum Tanach, der Heiligen Schrift des Judentums gehört und einem frommen Mann aus dem Land Uz berichtet, der auch nach dem Verlust von Hab & Gut wie seiner Familie nicht Gott verflucht. Natürlich wendet der Protagonist die Entstehungsgeschichte der Hiobsbotschaften anders an, als die Herren der Kirchen, welche hier besonders die Gottesfürchtigkeit hervorheben, die in heutiger Zeit völlig generalüberholt ist & Kirchenkritikern ein gefundenes Fressen darstellt. Wer Plakativität ablehnt & ehr auf anspruchsvolle fast heimtückische Thematiken abfährt, dürfte BMTHOO schätzen. In diesem Kontext sei noch lobend zu erwähnen, dass der Amerikaner sein verwendetes Textzitat klar kennzeichnet und nicht wie andere Akteure einfach “klaut”.

Wie auch andere Musikstile verfügt der Drone Doom über markante Merkmale, die bei den jeweiligen Vertretern des Genres in unterschiedlicher Ausprägung auftauchen und entweder für Faszination oder Ablehnung sorgen. Auf “Courting Leviathan” erlebt die Hörergemeinde ein Paradebeispiel für Drone Doom, das sich durch einen hohen Wiederholungsfaktor der Gitarren- & Basslinien (Monotonie par excellence) auszeichnet, welche einer Walze gleichen, die sämtlichen Abwechslungsreichtum den Platz raubt & eine glatt polierte Strukturoberfläche hinterlässt. Diejenigen, die das Werk “Black One” von Sun O))) vergöttern, sollten dieses Oeuvre von BMTHOO antesten, das in dieselbe Kerbe schlägt, aber keinen Abklatsch offeriert.

Diese Art der Publikationen verbreiten bei ihren Konsumenten entweder pures Entsetzen oder totale Anbetung, weshalb die Benennung eines Anspieltipps entfällt. Love it or hate it!

Fazit:

BMTHOO offenbart mit “Courting Leviathan” ein typisches Drone Doom Opus, welches pure Monotonie (Wer braucht schon Abwechslung?) zutage fördert, die ausdrucksstark aus den Boxen ertönt, aber leider für den großen Wurf zu wenig Eigenständigkeit transportiert – Schade! Heißt, wem es nur um erdrückende Gewaltakustik geht, kann hier ohne zu zögern zugreifen, hingegen Individuen, die nach dem letzten Kick beim Konsum verlangen, werden hier enttäuscht sein!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu BMTHOO findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/bringmetheheadoforion
http://blackdrone.com/

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1 Kommentar zu „Bring Me The Head Of Orion – Courting Leviathan“

  • Also ich habe sie grade erhalten und höre sie

    und kannn nur sagen

    bam klingt extrem gut die akkord wechsel sind typisch und ich bin echt begeister für drone liebhaber echt zu empfelen

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