Einmalig in jeglicher Beziehung!
VÖ: 2011 Label: Klangwirkstoff Records
Genre: Ambient, Berliner Schule Format: CD
Ein einmaliges Hörerlebnis beschert die einmalige Zusammenkunft Cosmic Octave Orchestra, die am 17.10.2010 im Rahmen des Ricochet Gathering – Electronic Music Festivals, das im Berliner Rathaus Schöneberg stattfand, ein einmaliges Konzert im Geiste der Berliner Schule gab, welches kopfkinotechnisch flux in die Weiten unseres Universums entführt.
“Gaiatron” erblickt(e) das Licht der Welt über die Berliner Tonträgermanufaktur Klangwirkstoff Records, in deren Backkatalog ausschließlich Veröffentlichungen beheimatet sind, die auf dem mathematischen System der Komischen Oktave des Musikwissenschaftlers Hans Cousto beruhen.
Hinter dem Cosmic Octave Orchestra verbergen sich die bekannten Klangwirkstoff Records Künstler Akasha Project & B. Ashra, welche mit Steve Schroyder (Ex Tangerine Dream, Anne Clark Band, SSO usw.) den Kern bilden, deren rein elektronische Strukturen durch die Obertonstimmen von Kolja Simon & Felix Mönnich, den Alien Voices, organische Anreicherung fanden. Natürlich stimmten die Herrschaften die zwei überlangen Tondokumente auf “Gaiatron” auch nach dem mathematischen System der Kosmischen Oktave von Hans Cousto, der 1978 die Töne der Erde, des Mondes, der Planeten und der Sonne (und später in gleicher Weise noch verschiedene molekuläre Töne) entdeckte wie berechnete.
Zum Auftakt spielt das Cosmic Octave Orchestra den Titeltrack ‘Gaiatron’ (29:58), wo sich das Trio der oktavanalogen Frequenz und Rhythmusgeschwindigkeit des Erdenjahr (Umkreisung der Erde um die Sonne) bedient, die sie auf fließenden (teilweise wabernden) Ambient anwendeten, dessen Charme an die Größen der Berliner Schule, ich meine Tangerine Dream & Klaus Schulze, gemahnt, aber in der Grundausrichtung experimenteller als die übermächtigen „Vorbilder“ um die Ecke biegt, weshalb nie der Verdacht des Abklatsches entsteht. Zum krönenden Abschluss zelebrieren die Protagonisten ‘Cassinidrive’ (37:58), das im oktavanalogen Ton der Sonnenumkreisung des Planten Saturn gestimmt ist und im Gegensatz zu „Gaiatron“ rhythmischer aus den Boxen ertönt. Ebenfalls erinnert diese Komposition an die Berliner Schule “Streithähne” Edgar Froese (Tangerine Dream) & Klaus Schulze, die durch ihr immenses Output Eigenständigkeit fast ausschließen. Insgesamt eine einmalige Publikation, deren Sounds vorrangig Kopfkinofetischisten anspricht, welche mittels Musik durch Raum und Zeit gleiten möchten, um der hektischen Moderne zu entfliehen.
Fazit:
Mit dem Cosmic Octave Orchestra fand sich einmalig eine Gruppe zusammen, der auf Anhieb mit “Gaiatron” der große Wurf gelingt, welcher besonders durch seine intensive Ausdruckskraft fasziniert, die rasant in die Weiten unseres Universums katapultiert – meine absolute Empfehlung!















