Crepuscular – Deep Slow Majesty

Innovationslos, aber massiv einnehmend!

VÖ: 2009 Label: Black Drone

Genre: Dark Ambient, Drone, Industrial

Argentinien, ehr bekannt für sein formidables Rindfleisch und weniger für Dark Ambient, offenbart mit Crepuscular eine “Formation”, die durch ihren Beitrag “Inconceivable Unknown” auf der Compilation “Dark Ambient Radio Vol. 2″ Bekanntheitsgrad erreichte, der meine Person aber nicht zu überzeugen wusste, weshalb der “Erstkontakt” mit “Deep Slow Majesty” verhalten bzw. zögerlich ausfiel – im Nachhinein ein Fehler!

Bisher publizierte Crepuscular entweder über völlig unbekannte Labels oder in Eigenarbeit, mit der in Australien ansässigen Tonträgermanufaktur Black Drone, welche relativ neu am Markt ist, aber akribisch am Vorwärtskommen werkelt, dürfte die Zukunft rosiger ausschauen, wenn sich die Zusammenarbeit nicht nur auf dieses Release beschränkt.

Inhaltlich schippert das argentinische Ein-Mann Projekt scheinbar in den Weiten der Antarktis, wozu sich noch astronomische wie okkulte Bezüge gesellen, die der ganzen Thematiken eine gewisse Aussagekraft verleihen, welche sich auf den ersten Blick nicht erkennen lässt – für Freunde von Verschwörungstheorien, Neuschwabenland usw. sollte “Deep Slow Majesty” ein “Heil” darstellen.

Musikalisch “verschweißt” angeljl hinter Crepuscular die Größen Lustmord, Sun O))), Inade & Troum miteinander, um die 5 Tondokumente für sein Werk “Deep Slow Majesty” zu “gewinnen”, das er mit verschiedensten Feldaufnahmen & ein paar verzerrten Gitarrenlinien “garnierte”. Heißt, Hörerschaften, die innovatives Material wünschen, können dieses Opus für sich streichen, hingegen Individuen, die ausschließlich Veröffentlichungen nach Dichte & Ausdruckskraft erstehen, sollten diese “Walze” von Atmosphären unbedingt antesten. Voller Bedrohlichkeit & Dunkelheit ergießt sich ein zähflüssiger Lavastrom den Berg hinunter und zermalmt jegliche Hoffnung, dürfte die passende Beschreibung für den von Crepuscular erzeugten Sound sein.

Auch nach dem x-ten Hördurchlauf erweist sich “Deep Slow Majesty” als kompakte Einheit ohne Schwachpunkte bzw. auf hohem Niveau, weshalb die Bennennung eines Anspieltipps entfällt.

Das Mastering wird im Fall von Crepuscular in meinen Augen auch zum “Streitfall”, da einige Personen eben auf diese “gesichtslose” Aussteuerung abfahren, welche mir definitiv zu farblos in den Ohren erscheint – Erdrückungsfaktor hin oder her, aber ein wenig differenzierte muss eine Arbeit heute klingen – Punkt!

Fazit:

Crepuscular offeriert auf “Deep Slow Majesty” eine “bodenständige” Melange aus Dark Ambient, Drone Doom und Industrial, die mir in gewissen Passagen zu nah an den Vorbildern lehnt, welche aber in den Punkten Intensität wie Gefangennahme restlos überzeugen mag. (Wer einen sehr guten “Genreexoten” für seine heimische Sammlung sucht, sollte Crepuscular mit “Deep Slow Majesty” unbedingt in Betracht ziehen!)

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Crepuscular findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/crepuscularmusick
http://crepuscularweb.com.ar/
http://blackdrone.com/

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