VÖ: 2010 Label: Droehnhaus
Genre: Ambient, Electronica Format: 12inch
Newcomer wie EAU-DC scheinen vordergründig völlig unbekannt, vermitteln aber auf den zweiten “Blick” eine gewisse Ver- trautheit, die besonders auf dem Sound beruht, der sehr dem von Au- techre ähnelt. Aber auch das Personal dahinter, trägt ein kleines Scherf lein dazu bei, das EAU-DC nicht als “blutige Anfänger” durchgehen, sondern eher als “Meister & Umschüler”.
Viele Verlage publizieren ausschließlich eine Stilrichtung, weshalb ihr Sortiment meistens nur eine Hörerschicht bedient, im Gegensatz zu dieser üblichen Begebenheit, steht das Label Droehnhaus, das über einen breit gefächerten Backkatalog verfügt, der von Doom bis Ambient reicht, welcher aber im Endeffekt nur dem Grundsatz folgt, gute Musik zu veröffentlichen. Eben Droehnhaus sind es, die EAU-DC mit ihrem selbst betiteltem Debüt als 12inch auflegen, dem ein geschmackvolles Poster beiliegt, das den äußeren positiven Gesamteindruck abrundet.
Nach getanem Tagwerk oder anstrengenden Tanzveranstaltung (Goa, Techno, Gabba) sehnen sich viele Menschen nach Entspannung, welche sich durch den Konsum von Ambient bzw. “schmusige” Electronica hervorrufen oder verstärken lässt. Zudem verbindet dieser “Stoff” unterschiedlichste Hörerkreise miteinander, die ansonsten wenig miteinander gemein haben, wodurch EAU-DC auf ein großes wie unterschiedliches Publikum hoffen dürfen, das ihre Tonkunst wahrnimmt. PS: Leute, die vornehmlich Publikationen schätzen, deren Stärke der Inhalte sind, sollten EAU-DC für sich ausklammern, wo sicherlich das “Betäuben” bzw. “Berauschen” im Vordergrund steht.
Hinter EAU-DC verbergen sich die Künstler Thorsten Polomski, der durch seine Gesangsarbeit bei Bubonix (Hardcore) Bekanntheit erreichte, und Jens Fischer, welcher auch im Alleingang ähnliche Sounds zusammenschraubte, die gemeinsam auf ihrem Debüt leicht experimentelle Ambienttracks offerieren, deren Strukturen von atmosphärisch einnehmend bis hin zu minimal tanzbar reichen & sehr an Autechre “& Konsorten” erinnern. Aufgrund des üppigen Autechreoutputs klingen EAU-DC fast wie eine “Kopie” der Engländer, die im Laufe der Zeit sämtliche innovativen Momente für sich beanspruchten bzw. einheimsten, weshalb EAU-DC “nur” die Ausdruckskraft bleibt, um Ohren zu überzeugen. Genau im Bereich der Gefangennahme liegt die Stärke des deutschschweizerischen Duos, das zwei intensive Collagen kreierte, welche sich direkt beim ersten Hören in den “grauen” Zellen festsetzen und für Entspannung, wohlige Wärme wie Kopfkino sorgen. Viele Releases im Ambient strahlen beim zweiten oder näheren Hinhören Langeweile aus, eine Tatsache, der EAU-DC durch den Einsatz von Geräuschen & Lauten zu Leibe rücken, die die Rezipientenschaft nah & gespannt vor den Lautsprechern “fesselt”.
Fazit:
EAU-DC gewinnen mit ihrem Debüt sicherlich keine Innovationspreise, aber faszinieren durch mitnehmende Soundstrukturen, die für gespannte Entspannung beim Konsum sorgen, wodurch ihnen, obwohl der Übermacht von Autechre, Aufmerksamkeit & Wahrnehmung zusteht – meine absolute Empfehlung!
Hörbeispiele und weitere Informationen zu EAU-DC findet Ihr unter folgenden Links:
http://www.myspace.com/eaudc
http://eaudc.com/
http://www.droehnhaus.de/
















