Falkenstein – Kraftort

Falkenstein-Kraftort2009Ein Lobgesang auf Mutter Erde!

VÖ: 2009 Label: Heimatfolk

Genre: Folk, Neofolk, Paganfolk

Kraftorte, definiert jedes Individuum für sich selbst, weshalb unterschiedlichste Auffassungen & Örtlichkeiten kursieren, die von nachvollziehbar bis abstrus reichen, aber eigentlich ohne Wertung sein sollten, da sie zur Regenerierung bzw. zum Auftanken des sehr persönlichen “Kraftspeichers” dienen, der von vielen Personen als “Lebensstütze” Verwendung findet. Der im Allgäu ansässige Tobias Franke hinter Falkenstein widmet seinen dritten Langspieler “Kraftort” seiner individuellen “Ladestation” Mutter Erde, welcher er aus unterschiedlichsten Positionen beleuchtet & lobpreist.

Wie schon der Vorgänger “Urdabrunnen” erblickte “Kraftort” im Digipackformat das Licht der Welt über Heimatfolk das Sublabel von Steinklang Records, wo zudem noch eine auf 100 Stück limitierte Version in einer Holzbox inklusive Mini CD-R (2 Bonuslieder) & Schutzrune aus Eibenholz erscheint (Für eingefleischte Falkenstein Fans ein Muss!).

Inhaltlich komponierte der Protagonist eine weitläufige (Von der Vergangenheit bis in die Zukunft hinein!) Hommage an Mutter Erde, welche seine tiefe Verbundenheit bzw. Liebe zu ihr zeigt, die der Oberbayer in selbst geschriebenen Texten und übernommenen Zeilen von Hugo Kaeker (1864 – nach 1938), Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) & Rudolf Steiner (1861 – 1925) darbietet. Einen besonderen Eindruck hinterlassen die Lyriks zu ‘Am Ende wird Anfang sein’, welche hier Zitierung finden:

Alles, was die Erde liebt,
Nichts verstanden allzu of verspielt!

Alles was die Erde gibt,
Gequält, verhökert, verkauft, verfehlt,

Gewonnen, zerronnen, besonnen, zu spät!
Am Ende is Anfang, ist Strafe sie bebt!

Zu übervölkert, die heilige, sie war!
Zu groß ihre Last, die Zeit ist nun da!

Siebzig Prozent der Weltbevölkerung
Sterben an diesem Tag am Ende nichts als Dung!
Dung für die neue Saat, das Ende wird Anfang sein!
Nach dieser Läuterung wird golden die Zeit sein!

Wie lang wird’s noch sein?
Bis golden die Zeit?

Welch ein phantastischer Text, der phänomenal die Wahrheit der modernen Welt bzw. aktuellen Situation beschreibt und hoffentlich bald in Realität eintritt, damit sich Mutter Erde endlich ihrer lästigen “Parasiten” entledigen kann.

Musikalisch erwartet die Rezipientenschaft auf “Kraftort” die von Falkenstein bekannte wie geliebte Melange aus Neofolk & Paganfolk, welche zwischen Getragenheit & flottem Tempo schwingt und von der ersten bis zur letzten Sekunde mitnimmt. Wer vielseitige bzw. breite Instrumentierung im Folkbereich wünscht, kommt an Falkenstein nicht vorbei, wo Trommeln, Flöten, Melodika, Maultrommel & Xylophon für einen dichten Gesamtsound sorgen, den der Akteur selbst produzierte. Das besondere Markenzeichen von Falkenstein, die Stimme von Tobias Franke, besticht durch kraftvollen Gehalt und Variabilität, wodurch die 10 neuen Songs auf dem Oeuvre nur so vor Ausdruckskraft strotzen. Bei der Akzentuierung einiger Passagen half dem Künstler Janine W. mit ihrer Stimmbandarbeit, die sich hervorragend in die Gesamtheit einfügt.

Fazit:

Individuen, die anspruchsvollen (inhaltlich wie musikalisch gesehen) Paganfolk wünschen, der durch Abwechslungsreichtum, Intensität, Emotionalität, thematische Geschlossenheit und Ohrwürmer besticht, müssen sich die CD “Kraftort”, das aktuelle Licht von Falkenstein bzw. Tobias Franke, für die heimische Sammlung zulegen – meine absolute Kaufempfehlung!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Falkenstein findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/falkensteinfolk
http://www.falkenstein-musik.de
http://www.myspace.com/heimatfolklabel
http://www.steinklang-records.at

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