Pin It

Feeding Fingers – Baby Teeth

Eine emotionale Symbiose aus …

VÖ: 2009 Label: Stickfigure Recordings

Genre: (New) Wave, Post Punk, Goth Rock, Pop

Keine Ahnung Wieso oder Weshalb in Amerika (besser gesagt in Atlanta) zwei Kapellen versuchen die Musik wieder zu beleben, die The Cure in ihren glorreichen Anfangstagen auflegten. Nach Entertainment wird mir die Ehre zuteil, über das Trio Feeding Fingers zu berichten, die leicht in eine andere Richtung tendieren und mehr synthetische Momente a là Cocteau Twins, Swans (Jarboe) & Siouxsie & The Banshees in ihren Songs offerieren, aber ansonsten recht ähnlich ertönen.

Hinter den Feeding Fingers stehen die Herren Justin Curfman (Gesang, Gitarre, Keyboard, Bass), Todd Caras (Bass, Keyboard) und Danny Hunt (Percussion), die mit “Baby Teeth” ihren zweiten Langspieler nach “Wound in Wall” über das Label Stickfigure Productions veröffentlichen.

Inhaltlich berichtet das Album über Ereignisse und Momente, die jeder bzw. jedem passieren können. Heißt, die Protagonisten transportieren hier keine weltfremden Thematiken, sondern die pure Realität, die manchmal sehr weh tut! Wer Texte zum Anfassen braucht, bekommt diese von Feeding Fingers dargeboten.

Musikalisch steht die äußerst charismatische Stimme von Frontmann Justin Curfman im Vordergrund aller Tondokumente auf “Baby Teeth”. Seine emotionale Stimmbandarbeit erinnert ebenfalls wie die von Trey Ehart (Entertainment) sehr stark an Robert Smith von The Cure, ein Manko das zu Lasten der Eigenständigkeit geht. Die zu vernehmende Tonkunst auf “Baby Teeth” schwingt vornehmlich im getragenen Midtempobereich und zeichnet sich durch schöne Melodiebögen aus, welche sich wie Krallen in den Gehörgängen verankern. Diejenigen, die immer noch in der Vergangenheit wandeln und Combos wie The Cure, Bauhaus, Cocteau Twins, Swans, Jarboe und Siouxsie & The Banshees konsumierten, sollten die Feeding Fingers unbedingt antesten, da sie eine perfekte Symbiose aus den vorherig genannten Künstlern offenbaren.

Klar gehört diese Publikation “Baby Teeth” von Feeding Fingers in die Kategorie: “Entweder Du liebst sie oder hasst sie!”, aber trotzdem erhaltet ihr den ultimativen Anspieltipp vorgestellt, der auf den Namen ‘This Isn’t Enough’ lautet und sehr gefühlvoll in die Ohren drängt & eine Gänsehaut auslöst – sehr fein!

Die gelungene Produktion und das passende Mastering besorgte das Multi Media Talent Justin Curfman selbst im Subhollow Studio in Atlanta (U.S.A.), weshalb den geneigten Hörerkreis hier qualitativ hochwertige Klangkunst erwartet.

Fazit:

Personen, die den Zeiten nachtrauern, wo Formationen wie The Cure, Bauhaus, Cocteau Twins, Swans, Jarboe und Siouxsie & The Banshees auf den Höhepunkten ihrer Karieren waren, müssen sich diese ergreifende Veröffentlichung “Baby Teeth” von Feeding Fingers unbedingt zulegen – vielleicht ein Pflichtkauf? Leute, die keinen Bezug zu den vorher genannten Künstlern haben, lassen von Feeding Fingers die Finger!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Feeding Fingers findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/thefeedingfingers
http://www.justincurfman.com/feeding_fingers.htm
http://www.myspace.com/stickfigurerecordings
http://stickfigurerecordings.com