Goatpsalm – Erset La Tari

Atypisch auf ganzer Linie!

VÖ: 2012 Label: Aesthetic Death

Genre: Death Industrial Format: CD

Obskure Projekte wie Goatpsalm, deren inhaltlicher Fokus auf der sumerisch babylonischen Mythologie liegt und dort ausschließlich im magischen bzw. bösartigen Bereich, sterben aus, anstatt mengenmäßig, über Qualität verfügen sie meistens alle, zu zu nehmen, weshalb Goatpsalm, die noch relativ junge Death Industrial Formation, nicht nur tontechnisch, einen “Schweif” am Himmel darstellt.

Nach Black Depths Grey Waves lotst die englische Tonschmiede Aesthetic Death, deren Fokus auf dem Veröffentlichen von derben Black- & Doom Metal Releases liegt, mit Goatpsalm die nächste Death Industrial Formation zu sich, deren Zweitwerk “Erset La Tari” (limitiert auf 1000 Exemplare) als CD  im Jewelcase (inklusive Texte im Booklet) das Licht der Welt erblickt.

In der sumerisch babylonischen Mythologie/ Religion zu “wühlen”, gehört in Death Industrial Kreisen fast zum guten Ton, das vor Goatpsalm auch Archon Satani, MZ. 412, Melek-Tha, Abruptum, um nur einige “Konsorten” zu nennen, taten, deren weitere gemeinsame inhaltliche Quelle das Necronomicon (H.P. Lovecraft) ist, welche gemeinsam die Grundlage von “Erset La Tari” (Land Of No Return, Unterwelt) bilden, wo vor dem Eingang ein dreiköpfiger Dämon patrouilliert, um Lebenden den Eintritt und Toten den Austritt zu verwehren.

Hinter der russischen  Formation Goatpsalm (aus Stawropol) verbergen sich keine Unbekannten, sondern die Protagonisten Morkh (Sickrites, Ptomayne Ext, Izakaron), Horth (Karna) & Sadist (Baal Zebuth, Christ Invertion, Deathmoor, SS-18), die aus ihren Vorbildern Abruptum & MZ. 412 (im Booklet nachzulesen) kein Geheimnis machen, weshalb NIEMANDEN die Tatsache verwundern dürfte, das Goatpsalm ähnlich (nicht gleich) aus den Boxen schallen, oder? Wer rituellen Death Industrial schätzt, der ab den ersten Takten vollends einnimmt, wozu derbes Gekeife und ab & an messerscharfe BM-Gitarrenlinien ertönen, kommt um “Erset La Tari” von Goatpsalm nicht umher,  wo Intensität vor Innovation geht. Anspieltipp? Entweder Du liebst diese Art Tonkunst oder Du hasst sie, dazwischen existiert keine Grauzone!

Fazit:

Goatpsalm präsentiert mit “Erset La Tari” ein atypisches Death Industrial Album, welches vor allem durch seine beeindruckende  Intensität auffällt, die flux in die Unterwelt der Sumer/ Babylonier katapultiert, woraus es kein Entrinnen gibt – meine absolute Empfehlung!   

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