Auf nicht ganz neuen Wegen unterwegs!

VÖ: 2008 Label: Heimatfolk

Genre: Folk, Neofolk

Aus dem schönen Städtchen Salzburg in Österreich ereilten meine Person bisher mehrheitlich rein elektronische Veröffentlichungen, ausgenommen die Releases der geheimnisvollen Sturmperchten, die Jännerwein, welche vorher unter Neuland formierten (Zitat: “Für jeden Pfad, den man betritt, muss ein alter enden“), bestimmt ein wenig inspiriert haben dürften.

Hinter der jungen Folkgruppe Jännerwein verbergen sich die Akteure Max KGT (Gesang, Gitarre, synthetische Sequenzen, Produktion), Benjamin Sperling (Gesang, Bass, Gitarre) und Peter Feldl (Gesang, Bouzouki, Drehleier, Ziehharmonika, Dudelsack, Flöte, uvm.), die auf ihrem Debütwerk “Abendläuten” eine sehr abwechslungsreiche Melange aus traditionellem Folk und martialisch angehauchtem Neofolk präsentieren.

Inhaltlich offerieren das Trio Texte, welche von tiefer Heimatverbundenheit, Christlichkeit und Naturnähe zeugen. Diejenigen, die solide Zeilen bzw. Inhalte für Tondokumente sich wünschen, bekommen dies bei Jännerwein geboten. In diesem Punkt große Innovationen von den Österreichern erwarten zu wollen, würde auch nicht dem klassischen bzw. konservativen Bild bzw. Anspruch des Neofolks entsprechen.

Musikalisch stellen Jännerwein keine Kopie von Sturmpercht da, falls jemand dies bei der geographischen Nähe vermutet hätte, sondern offenbaren im Gegensatz viel Melancholie und Tiefgang, weshalb ihre Arbeit ehr andere Hörerkreise ansprechen dürfte. Einige Passagen, die mit Bouzouki, Drehleier, Ziehharmonika, Dudelsack, Flöte usw. mögen ein wenig an Sturmpercht erinnern, aber dienen innerhalb der Gesamtheit ehr zur Akzentuierung, weshalb echte Vergleiche keinen Sinn ergeben. Das Hauptohrenmerk sollte auf den vielseitigen Gitarrenlinien und den sehr schönen (teilweise mehrstimmigen) Gesangsleistungen in Deutsch wie Englisch von Jännerwein liegen, welche gemeinsam dieses Album ausmachen. Im Besonderen besticht dieses Oeuvre “Abendläuten” durch seine verschiedenen Atmosphären, die beim Konsum immer wieder die Aufmerksamkeit wecken und jegliche Langweile verschrecken.

Wer eine frische Kombination aus martialischem Neofolk und Einsätzen von alten Instrumenten sucht, kommt an Jännerwein aus Salzburg nicht vorbei, oder? Vielleicht einfach mal ein paar Hörproben nehmen!

Jännerwein haben mit Heimatfolk direkt zum Anfang ihrer jungen Karriere das große Los gezogen, um ein großes Publikum zu erreichen und für die Zukunft zu werben, die vielleicht rosig ausschaut, weil sich immer Individuen für diese Musikrichtung interessieren bzw. begeistern können.

Fazit:

Jännerwein erfinden mit ihrer Publikation “Abendläuten” sicherlich nicht den Neofolk bzw. Folk neu, aber begeistern mit vielseitigen Arrangements und ansprechenden Stimmen, weshalb sich diese Formation am Markt durchsetzen könnte. Einfach mal ausgelatschte Pfade verlassen und Jännerwein aus Salzburg antesten – meine Empfehlung!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Jännerwein findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/neulandmusik
http://www.myspace.com/heimatfolklabel
http://www.steinklang-records.at

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