JOHN 3:16 – Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell And Purgatory

Wer sein Schaffen unter dem Bibelvers “Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.” (JOHN 3:16) in Umlauf bringt, erweckt anfänglich nicht den Anschein, sich kritisch mit Kirche/ Religion auseinanderzusetzen, sondern Fundamentalismus zu betreiben. Bibelfest muss Philippe Gerber hinter JOHN 3:16 sein, ansonsten könnte der Schweizer nicht auf seinem Opus “Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory” den Themenkomplex Gott, Engel, Fegefeuer usw. in psychedelischen Krautrock transformieren, der aufgrund seiner immensen Intensität einnimmt & berauscht!

Meiner Ansicht nach, könnte Alrealon Musique komplett auf die experimentelle Reihe, welche das Kollektiv PAS bzw. Robert L. Pepper betreut, verzichten (Zu wenig Musik, zu viel Experimente!) und sich auf das Verlegen von berauschenden Kleinoden wie “Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory” von JOHN 3:16 konzentrieren, das im edlen Digipack erschien.

JOHN 3:16 muss als Gesamtkonzept verstanden werden, wo ein Rad ins Andere greift, worüber sich vor allem anspruchsvolle Konsumenten freuen dürften, die mehr als nur intensive Musik verlangen, sondern auch gut verarbeitete Inhalte wie Philippe Gerber mit dem Himmel, der Hölle & dem Fegefeuer präsentiert, welche er in stimmungsgeladene, meist rein instrumentelle, Sounds darbietet, deren Sphären einer Verquickung der Protagonisten Der Blutharsch And The Infinite Church Of The Leading Hand, Phelios & Earth gleichen.

Mehrheitlich beruhen die auf “Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory” zu vernehmenden Tondokumente auf berührenden Gitarrenlinien, wodurch JOHN 3:16 zwischen den Stilen Krautrock, Stoner Rock/ Doom, Drone & Ambient/ Industrial pendelt. Des Weiteren verwendete der Schweizer Schlagzeug, Synthesizer, Sprachsamples, Sprechgesang & Effekte, um knapp 50 Minuten brillante Spielzeit zu erzeugen. Vor allem das handwerkliche Vermögen von Philippe Gerber und die daraus resultierende Intensität/ Dichte verleihen “Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory” das “Quäntchen” zum mitreißenden Highlight, das auch nach dem x-ten Hördurchlauf im Kopf “zündet” – Wahnsinn! Anspieltipp? De facto der komplette Langspieler, der von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht!

Fazit:

Philippe Gerber alias JOHN 3:16 offenbart mit “Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory” ein beeindruckendes Meisterwerk, dessen Intensität/ Dichte direkt den Himmel, die Hölle & das Fegefeuer zugleich vor Augen führt – meine absolute Empfehlung! PS: In meinen Ohren einer der Pflichtkäufe in 2012!

JOHN 3:16 – Visions Of The Hereafter – Visions Of Heaven, Hell and Purgatory

Tracklisting: 01. The Ninth Circle 02.Throne of God / Angel of The Lord 03. Abyss of Hell / Clouds of Fire 04. Ascent of The Blessed (to The Heavenly Paradise) 05. God’s Holy Fire 06.Star of The Sea / Guardian Angel 07. The Inner Life of God / The Father, The Son and The Holy Spirit 08. Through Fire and Through Water 09. Fall of The Damned (into Hell)

VÖ: 2012 Label: Alrealon Musique

Genre: Ambient, Krautrock, Industrial Format: CD

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