JosefNadekErekta-Nihil2009Leider fehlt die letzte Feinabstimmung…!

VÖ: 2009 Label: VJG Records

Genre: Noise, Industrial, Samples

Unglaublich aber wahr, das österreichische Ein-Mann Projekt Josef Nadek “schickt” gemeinsam mit Erekta aus Serbien sein drittes Release, ein Split, in 2009 ins Rennen, welches auf den Titel “Nihil” lautet & im krassen Gegensatz zu den vorherigen Werken steht, die inhaltsvollen Noise Ambient offerierten.

Auch die Publikation “Nihil” gibt es zum kostenfreien Download über das dritte Netlabel auf Josef Nadek’s Liste, VJG Records, klein aber fein, irgendwo zwischen  Italien & Spanien.“Nihil” trägt zwei inhaltliche Komponenten in sich, welche die desaströsen Entwicklungen in der Musiklandschaft (Wo verfügt der Mainstream noch über Aussagen oder gar Themen?) auf der einen Seite und weltliche Lügen wie Kommunismus & Religion auf der Anderen anprangern, die einen gemeinsamen Kern das “Nichtsein” aufweisen, der ohne eigene Wertung des Protagonisten auskommt & nur aus reinen Fakten existiert. Diese vorherige Beschreibung trifft ausschließlich auf die 5 Songs von Josef Nadek zu, die zum überwiegenden Teil zusammen geschnittene Ton- & Sprachsamples offenbaren, welche hervorragend die Thematik treffen, aber mit Noise & Industrial nix gemein haben. Heißt, hier geht Wirkung & Aussagekraft vor musikalischer Szenezugehörigkeit, welche aufgrund verschiedenster demografischer Definitionen sowieso wertlos erscheint – Schade! Wer das “Nichts” der modernen Musik & von “Systemen” einmal anders wie wertfrei erleben möchte, sollte Josef Nadek’s Darbietungen auf “Nihil” konsumieren, die sich fernab bekannter künstlerischer Pfade bewegen & vielleicht im ersten Hördurchlauf verstören, bevor sie ihre wahre Intention zeigen. Für Freaks ein Muss, der Rest lässt die Finger davon!

Wie weit Erekta aus Bosnien ins geistige Gesamtkonzept dieses Splits mit Josef Nadek passt, mag meine Person nicht beurteilen, weshalb ausschließlich die Beleuchtung der zu vernehmenden Tonkunst anliegt, die dronig melancholischen Industrial aus den Boxen “spült”, der old- wie leicht new schoolig rhythmisch & atmosphärisch klingt und mit einer garstigen Sprachlinie Akzentuierung findet. Erekta überzeugt durch relative Eigenständigkeit, die man in Zeiten von Veröffentlichungsfluten nicht oft hört – einfach mal antesten & vielleicht für sich entdecken.

Gewisse “Experten” überziehen Downloadveröffentlichungen bewusst mit Vorurteilen (schlechte Soundqualität, usw.), welche vielmals der Vergangenheit angehören & auch auf “Nihil” nicht zutreffen.

Fazit:

Das Split “Nihil” der Ein-Mann Formationen Josef Nadek (Österreich) & Erekta (Serbien) besticht musikalisch auf ganzer Linie, aber leider fehlt die tiefe inhaltliche “Verkettung” bzw. Feinabstimmung der Akteure, um ein letztendlich ein Highlight zu sein, weshalb Solopublikationen aus meiner Sicht ratsamer gewesen wären – Schade!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Josef Nadek & Erekta findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/josefnadek
http://www.myspace.com/erekta
http://www.erekta.co.nr/
http://www.myspace.com/vjgnetlabel

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