MAMA ROSIN – Bye Bye Bayou

Konservative Musikpuristen drehen am Besten direkt zu ein anderen Rezension ab, den MAMA ROSIN aus Genf, präsentieren auf “Bye Bye Bayou” einen gewagten Crossover aus Südstaatenblues, Rock ‘n’ Roll, Cajun, Zydeco mit teilweiser Jazznote, der entweder direkt zusagt oder missfällt – eine Grauzone existiert definitiv nicht!

Gerade in England erfreut sich das schweizerische Trio größter Beliebtheit, das seinen eigenen Verlag Moi J’Connais Records aus dem Boden “stampfte”, wo “Bye Bye Bayou” erscheint, nachdem MAMA ROSIN Voodoo Rhythem Records den Rücken kehrten.

Inhaltlich sind die Herren aus der französischsprachigen Schweiz natürlich von typischen Südstaatenthemen wie Marilou, Story Of Love And Hate usw. beeinflusst, aber auch persönliche Nummern wie I Don’t Feel At Home, Mama Don’t usw. tauchen innerhalb des MAMA ROSIN Kosmos auf, jedoch liegt der Hauptfokus auf der Musik, welche voranging mit dem Fuß auf dem Gaspedal erschallt.

Müssten wir einen Preis für Eigenständigkeit verleihen, MAMA ROSIN bekämen ihn definitiv, alleine die Tatsache, dass Schweizer Südstaatenmucke zelebrieren, macht Robin Girod, Cyril Yeterian & Xavier Bray zu einem Unikat, das in englischer wie französischer Sprache seine Songs performt, die über einen erstaunlichen Backkatalog (siehe Bandcamp) verfügen, der durch die Bank rockt. Musikalisch vermengt die weltweit auftretende Band Südstaatenblues, Rock ‘n’ Roll, Cajun, Zydeco, Jazz und Punk, wodurch ein emotionales Rhythmusmonster entsteht, dem zu keiner Sekunde die Luft ausgeht. Anspieltipp? Wer auf derartige Mucke steht, dürfte “Bye Bye Bayou” von Anfang bis Ende schätzen, hingegen Schubladendenker dürften mit MAMA ROSIN ihre liebe Not haben.

Fazit:

MAMA ROSIN offerieren mit “Bye Bye Bayou” eine äußerst kurzweilige “Platte”, die direkt auf eine Veranda in die Südstaaten  versetzt, wo bei herrlichstem Wetter der Bourbon Whiskey mit Eis oder Cola in Strömen fließt und fettes Fleisch auf dem Grill brutzelt. Für Musiknerds, welche das Besondere suchen, müssen MAMA ROSIN definitiv her, hingegen die Mehrheit wendet sich besser anderen Publikationen zu.

MAMA ROSIN – Bye Bye Bayou

Tracklisting: 01. Marilou Start 02. Sorry Ti Monde Start 03. Parait Qu’Y A Pas Le Temps Start 04. Casse Mes Objects (You Broke My Stuff) Start 05. Wivenhoe Start 06. Black Samedi Start 07. Mama Don’t Start 08. Seco E Molhado Start 09. Bye Bye Birdy Black Start 10. Sittin’ On Top Of The World Start 11. I Don’t Feel At Home Start 12. Ou Est Passe Arthur Lyman? Start 13. Story Of Love And Hate

VÖ: 2012 Label: Moi J’Connais Records

Genre: Rock ‘n’ Roll, Blues, Jazz, Punk Format: CD | LP

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