Meerkat-Kapnos2009Über eine besondere Gemeinschaftsarbeit!

VÖ: 2009 Label: Afe, Grey Sparkle, Nighthawks Tapes, Ctrl+Alt+Canc

Genre: Drone, Feldaufnahmen, Noise

Meerkat, ein Zusammenschluss junger italienischer Experimentalkünstler, der eine Tetralogie bzw. Quadrilogie mit dem Titel “Between The Elements” veröffentlicht, wovon mit “Kapnos” der dritte Teil über Afe Records, Grey Sparkle, Nighthawks Tapes & Ctrl+Alt+Canc das Licht der Welt erblickte, offenbart eine Klangkunst, welche eine futuristische Melange aus den Stilen Drone, Feldaufnahmen und Noise transportiert, die garantiert unterschiedlichste Meinungen (darüber) produziert, aber Geräuschfetischisten ein Highlight bietet.

Zum besseren Einblick in das Projekt Meerkat, hier die Auflistung aller daran beteiligter Akteure: Matteo Uggeri (Hue), Luca Bergero (Fhievel), Andrea Ferraris (Ics), Andrea Marutti (Afe Records, Amon, Never Known), Adriano Zanni (Punck), Fabio Selvafiorita, Laura Lovreglio + Paolo Ippoliti (Logoplasm), Luga Sigurtà & Davide Valecchi (Aal(Almost automatic landscapes)). Mit Meerkat (Erdmännchen) suchten sich die Italiener einen sehr passenden wie originellen Namen aus, da sie ebenfalls in zahlreicher Mannschaftsstärke auftreten.

Inhaltlich greift die “Heerschar” auf dem Schwesteralbum von “Pagetos” den Begriff “Kapnos” auf, der im Griechischen Rauch bedeutet, welcher verschiedenste toxische Partikel in Umlauf bringt, welche zum Tod führen können.

Musikalisch präsentieren die Protagonisten 7 Tondokumente auf “Kapnos”, die eine meditative Mischung aus Gitarrendrones, Feldaufnahmen/ Percussion & leichtem Noise offenbaren, welche in keiner Sekunde aufwühlt, sondern wie Rauch umgibt. Voller Leichtigkeit transportieren die Klanglandschaften die Thematik des Werkes, wodurch die geneigte Rezipientenschaft während des kompletten Hördurchgangs das Gefühl beschleicht, als würde sie in aufsteigenden Dämpfen bzw. Gasen stehen – Wahnsinn. Die zur Akzentuierung verwendeten Sprachsamples & Geräusche wie Percussion verleihen den einzelnen unbetitelten Tracks ihre persönlichen Noten, welche den Wiedererkennungswert der Publikation enorm steigern. Wer künstlerische Eigenständigkeit wünscht, sollte die Dame und Herren aus Italien antesten, welche sich gerade durch die Vermengung von Drones mit Feldaufnahmen von vielen anderen Interpreten absetzen.

“Kapnos” dürfte für Freunde extravaganter Töne mit Stringenz wie Strukturen ein einziger Anspieltipp sein, weshalb eine explizite Nennung entfällt.

Nachtrag: Meerkat ist eine Initiative von Maurizio Bianchi und Matteo Uggeri (Hue), welche sie 2006 ins Leben riefen, die sich zu einem richtigen Ensemble entwickelte und aufgrund der hohen Dichte von guten wie bekannten Musikern (im Untergrund) für Aufsehen sorgt.

Fazit:

Meerkat legen mit “Kapnos” ein Opus auf, welches durch inhaltliche wie musikalische Geschlossenheit besticht und vornehmlich Individuen anspricht, die sich für meditative Drones mit experimentellem Charakter interessieren – meine absolute Empfehlung!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Meerkat findet Ihr unter folgendem Link:

http://www.greysparkle.com/meerkat/album_07_kapnos.htm

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