Nagual Art – A Landscape Built By Whispers

Gutes Debüt mit leichten Mängeln

VÖ: 2007 Label: Eigenproduktion

Genre: Dark Ambient

Ach, wie ich sie doch liebe diese arroganten Herren, die jede Dark Ambient Veröffentlichung niedermachen, die nicht bei Cold Meat Industry in Schweden erscheint. In einem Forum fand meine Person eine Ankündigung zu diesem Download Album “A landscape built by whispers” von Nagual Art, welche sofort von uniformierten Stinkstiefeln unter Beschuss genommen wurde – ein Grund mehr, für Sie das Debüt des Künstlers Andreas Kantner (Volador) genauer unter die Lupe zu nehmen.

In den letzten Jahren schossen Dark Ambient Protagonisten wie Pilze aus dem Boden und überschwemmten den Markt bis hin zu einer Sättigung, wo geneigte Konsumenten in den dunklen Fluten umkamen. Der Kundschaft bleibt nur ein Ausweg aus dieser Misere, die gnadenlose Selektion durch Hörproben mit folgenschwerem couragiertem Kaufverhalten.

Volador werkelte vor Nagual Art (Gründung 2005) unter dem mir gänzlich unbekannten Namen “Wither” und veröffentlichte drei Opera in Eigenregie. Er komponierte weiterhin die Musik zur Ausstellung “Zielscheibe Erde” im Kamenzer Museum der Westlausitz. Die Remixe für die nicht mehr existente Band Suflaki Overdrive äh Shizuko Overdrive (heutige Bezeichnung ausschließlich Shizuko) lassen wir mal unter den Tisch fallen angesichts des Flops.

Das musikalische Treiben von Nagual Art, welches Sie kostenfrei herunterladen können, bietet Individuen, die Dark Ambient mit Einsprengseln der Neoklassik und des Noise bevorzugen eine gute Gelegenheit, um sich mit den ersten Schritten des Akteurs vertraut zumachen. Wer nicht unbedingt die Labelprägung Cold Meat Industry braucht und mehr auf Atmosphäre als Rhythmik abfährt, sollte “A landscape built by whispers” antesten. Der Personenkreis, welcher Traumwelten in Form von Drones bevorzugt, kann definitiv die Finger von diesem Oeuvre lassen. Die Tondokumente auf “A landscape built by whispers” zeigen sicherlich den richtigen Weg von Nagual Art auf, aber es fehlt ihnen an Tiefe und Ausdruckskraft. Zu wenig Vielschichtigkeit und einprägende Momente müssen bis zum nächsten Release abgestellt werden, ansonsten ist der Anschluss an Größen wie Phelios oder Triarii verpasst.

Fazit:

Die ersten Gehversuchen von Nagual Art zeigen Potential, aber weisen auch noch einige Mängel auf, die in die Abstellkammer gehören. Hörerinnen und Hörer, die gerne neue Projekte ausprobieren und jungen Formationen eine Chance geben, sollten direkt einen Download auf der hauseigenen Webseite starten, um “A landscape built by whispers” von Nagual Art in Begutachtung zu nehmen.

Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Alltagz
  • Google Bookmarks
  • Technorati
  • TwitThis
  • Tausendreporter
  • Wikio DE
  • YahooMyWeb

About RaF