VÖ: 2008 Label: This Plague Of Dreaming
Genre: Dark Ambient
Wir berichteten Ihnen über die Debütveröffentlichungen “A landscape built by whispers” von Nagual Art, die wie das neue Werk “Adoria – a lucid winter wonderland” auf dem in Amerika ansässigen Netlabel “This plague of dreaming” das Licht der Welt erblickt. Heißt, sie können sich “Adoria – a lucid winter wonderland” ebenfalls kostenfrei in Form von MP3′s (192kbps) + Artwork herunterladen.
Meine Person war nach den ersten Gehversuchen des Andreas Kanter (Volador) echt gespannt auf die Weiterentwicklung seines Projektes Nagual Art, womit er auf “A landscape built by whispers” nicht das meiste Potential aufblitzen ließ. Irgendwo vermisste meine Wenigkeit den letzten Willen bzw. Biss die Zuhörerschaft in eine Traumwelt zu überführen, woraus sie sich kaum noch befreien kann. Mit dem vorherigen Satz soll die Vergangenheit ruhen und wir wenden uns der Zukunft zu, die ….
“Adoria – a lucid winter wonderland” offeriert von der ersten Sekunde an, eine ausdrucksstarke “Persönlichkeit” zu sein, die mit abwechslungsreichen Spannungsbögen über die gesamte Spielzeit auf sich aufmerksam macht. Andreas Kanter (Volador) verknüpft für den Grundsound auf “Adoria – a lucid winter wonderland” die zwei Stilmittel Dark Ambient und Drone miteinander, die er mit einer Vielzahl an diversen Samples und dem Einsatz des Countertenor Hermann Voges akzentuiert. Nagual Art offenbart auf “Adoria – a lucid winter wonderland” sehr facettenreiche Stücke, die trotzdem gemeinsam eine dichte Einheit bilden. Insgesamt eine sehr atmosphärische Publikation, die zwischen anmutiger Melancholie und düsterer Zermalmung schwingt. Liebhaberinnen und Liebhaber des Genres Neoklassik (die synthetisch produzierte Variante) finden in “Adoria – a lucid winter wonderland” garantiert auch Melodiebögen, die sie ansprechen und beeindrucken, da Andreas Kanter (Volador) mit schönen getragenen Klavierpassagen (natürlich nachempfunden) glänzt.
Im Besonderen sticht das Tondokument ‘Schneezauber’ auf “Adoria – a lucid winter wonderland” hervor, welches in jeglicher Beziehung die Bezeichnung Highlight verdient. Hintergründig eine mystische Dark Ambient Collage, die Andreas Kanter (Volador) mit leichten rhythmischen Synthie-Pop Tönen und Streichersequenzen veredelte. Das letzte Quäntchen zum Highlight steuerte der Countertenor Herman Voges zu, der mit seiner extrem hohen Stimmbandarbeit (in Alt- oder Sopranlage) einen Gänsehautfaktor hervorruft. Purer Wahnsinn diese Zusammenarbeit, vielleicht sollten sich die Herren mal an einen runden Tisch setzen und sich überlegen, ob sie nicht ein komplettes Oeuvre in diesem Stil aufnehmen.
Wem von Ihnen genauso wie mir in diesem Winter der Schnee fehlte, aber nicht darauf verzichten möchte, kann ihn sich mit “Adoria – a lucid winter wonderland” mit absoluter Sicherheit ins Haus holen. “Adoria – a lucid winter wonderland” – für Traummaler ein Erlebnis.
Einziges Manko an “Adoria – a lucid winter wonderland” ist die MP3 Soundqualität, die ein wenig das Hörvergnügen trübt. Diese feine Art der Musik benötigt eigentlich eine lupenreine CD-Qualität um sich voll zu entfalten.
Diejenigen unter Ihnen, die sich wirklich mit diesem Opus auseinandersetzen, werden feststellen, dass sie hier keinen Abklatsch der großen Akteure aus dem Hause Cold Meat Industry geboten bekommen, sondern eine feine Untergrundperle, die eigentlich auf einen Tonträger gehört.
Fazit:
Andreas Kanter (Volador) liefert mit “Adoria – a lucid winter wonderland” ein echtes Schmankerl ab, welches eigentlich auf einem gepressten Tonträger erscheinen muss, um seinen vollen Charme auszuspielen. Mit “Adoria – a lucid winter wonderland” müsste sich zwangsläufig ein Label (nicht Net-) auftun lassen, welches Nagual Art den letzten Schub zum renommierten Akteur im Dark Ambient gibt.
Hörbeispiele zu Nagual Art finden Sie unter folgendem Link: http://www.myspace.com/nagualart
















