In Anlehung an die großen Meister der Neoklassik!
VÖ: 2009 Label: Twilight Records
Genre: Neoklassik
Miguel LS, einer denkenden wie lenkenden Köpfe hinter der spanischen Dark Electro Truppe Gradual Hate offenbart mit seinem Soloprojekt Opus Nigrum Tonkunst, die evidente Paralellen zu den Neoklassikausnahmeformationen Arcana, Dead Can Dance, Elend, Dargaard & Elisabetha aufweist.
Inhaltlich setzt sich das Debüt “Journey in the Dark” von Opus Nigrum mit philosophischen Ansätzen, Religion, Magie und Alchemie auseinander, wodurch das gesamte Konzept einen gewissen “Anstrich” erhält, der zwischen Martialität, Sakralität und Dunkelheit pendelt. Leider liegt der formidablen Veröffentlichung im Digipackformat, welche über die kleine argentinische Tonträgermanufaktur Twilight Records das Licht der Welt erblickt, kein Booklet bei, um sich näher mit den verarbeiteten Themen zu befassen – Schade!
Sämtliche zu vernehmende Musik auf “Journey in the Dark” komponierte Miguel LS im Alleingang im Zeitfenster Winter 2008 – 2009, welche vornehmlich aus Neoklassik besteht, aber auch Reminiszenzen an die Stile Gothic & Ritual/ Okkult transportiert. Die Rezipientenschaft, welche die Meister der Neoklassik Dead Can Dance & Arcana verehrt, könnte von den 11 Tondokumente auf “Journey in the Dark” von Opus Nigrum erschlagen bzw. fasziniert sein, da der Créateur einen phänomenalen Sound erschuf, der stark an die vorher benannten Größen erinnert. Die Texte fürs Oeuvre schrieb der Protagonist gemeinsam mit der Chanteuse Maria José Gr, welche auch eine Gesangslinie zum Gesamtkunstwerk beisteuerte, die restlichen weiblichen Gesangsparts übernahm Kathleen O’Neill. Im Besonderen besticht dieses Opus durch die ergreifende Stimmbandarbeit von Miguel LS, der wie eine Mischung aus Brendan Perry (Dead Can Dance) & Peter Bjärgö (Arcana) klingt, weshalb der interessierten Hörergemeinde bei intensivem Konsum ein kalter Schauer nach dem Anderen über den Rücken läuft.
Einen ultimativen Anspieltipp vermag meine Person nicht zu empfehlen aufgrund der hohen Dichte an einnehmenden Momenten auf “Journey in the Dark”, welches musikalische Geschlossenheit von der ersten bis zur letzten Sekunde offeriert.
Fazit:
Wer zu seinen Lieblingsalben “Spleen And Ideal” (1985, 4AD) von Dead Can Dance & “… The Last Embrace” (2000, Cold Meat Industry) von Arcana zählt, muss “Journey in the Dark” Opus Nigrum in Ohrenschein nehmen, das zwar mit null Innovationen aufwartet, aber durch seine Ausdruckskraft überzeugt, die an eine glorreiche Zeit der Musikgeschichte erinnert, wo hervorragende Neoklassik die Gothicbewegung bestimmte – meine absolute Empfehlung!
Hörbeispiele und weitere Informationen zu Opus Nigrum findet Ihr unter folgenden Links:
http://www.myspace.com/opusnigrumusic
http://opusnigrum.es
http://www.myspace.com/twilightrec
http://www.twilight-records.com.ar
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