Letztere Arbeit “Anoedipal” (2008) des französischen Extrem Doom Projektes P.H.O.B.O.S. liegt 4 Jahre zurück, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck, der sich auch direkt beim aktuellen Oeuvre “Atonal Hypermnesia” einstellt, das ebenfalls sehr massiv aus den Lautsprechern strömt, aber wesentlich organischer rüberkommt.
Nach “Tectonics” (2005, Appease Me/ Candlelight Records) erscheinen P.H.O.B.O.S. Veröffentlichung ausnahmslos über den hauseigenen Verlag Megaton Mass Products, wo nach “Anoedipal” (2008) auch “Atonal Hypermnesia” den Weg zum Licht findet. Mit “Atonal Hypermnesia” gibt Frederic Sacri hinter P.H.O.B.O.S. sein Vinyldebüt und gleich als DLP (limitiert auf 300 Exemplare), in deren Umfang auch eine CD Mitlieferung findet, um die 4 überlangen Tondokumente auch digital genießen zu können.
Ähnlich der tonnenschweren Tonkunst von P.H.O.B.O.S. rollt der Franzose auch komplexe Inhalte auf, welche er in “Alpha”, “Beta” “Gamma” & “Delta” unterteilte. Gleich den vorherigen Alben wartet Frederic Sacri auf “Atonal Hypermnesia” mit apokalyptischen Thesen auf, die Misanthropie, Weltuntergang & Co suggerieren.
Im Gegensatz zu vorherigen P.H.O.B.O.S. Werken wirkt “Atonal Hypermnesia” wesentlich organischer, dass auf das Mastering von James Plotkin (Khanate, usw.) (vielleicht) zurückzuführen ist, der den 4 Tracks viel Druck, Tiefe & Breite verlieh. Sperrige bzw. verquaste Lava definiert den Sounds des Franzosen eindrucksvoll, welcher mehrheitlich verzerrten Gitarren, Schlagwerk (Schlagzeug) und räudigem Gesang besteht, die gemeinsam eine undurchdringliche Einheit bilden. Insgesamt eine furchterregende Publikation deren Stimmungen für derbes Kopfkino sorgen, wenn sie/ er sich nicht an den komplexen Strukturen à la Blut Aus Nord stört, woran P.H.O.B.O.S. von Release zu Release mehr gemahnen. Wen Sunn O))) langweilen, erlebt in “Atonal Hypermnesia” geballte Intensität mit Anspruch, deren Strukturen auf ganzer Länger erdrücken – Wahnsinn!
Fazit:
Mit “Atonal Hypermnesia” geht Frederic Sacri unbeirrt den Weg von P.H.O.B.O.S. weiter, der Komplexität & Intensität in Höchstvollendung beschert – meine absolute Empfehlung! PS: Individuen, die Oeuvres suchen, welche sich nicht direkt im ersten Hördurchlauf ergeben, sondern erbitterten Widerstand leisten, bis sie das große Erlebnis preisgeben, kommen um “Atonal Hypermnesia” von P.H.O.B.O.S. nicht umher – in meinen Ohren ein Pflichtkauf!
Tracklisting: A1: Alpha – Necromegalopolis Of Coprolites B1: Beta – Maelström Mani Padme Hum A2: Gamma – Solar Defrag B2: Delta: Transonic Mahasamadhi
VÖ: 2012 Label: Megaton
Genre: Drone Doom Format: DLP + CD















