Meisterlich zurück zu den Wurzeln!

VÖ: 2009 Label: doombient.music

Genre: Ambient, Berliner Schule, Drone

Stephen Parsick, seines Zeichens begnadeter Solokünstler, aber auch Mitbegründer & nach einigen beigelegten Streitigkeiten alleiniges Mitglied der Formation ['ramp], womit er zwischen 2002 – 2008 mehrere Anläufe unternahm, um das aktuelle Oeuvre “debris” fertig zu stellen, das im Geiste der übermächtigen Berliner Schule Heroen Edgar Froese (Tangerine Dream) & Klaus Schulze schwingt.

Nach einigen “handgemachten” Soloveröffentlichungen erblickte “debris” in CD Qualität das Licht der Welt über das hauseigene Label doombient.music, wo in diesem Format auch der neue Sololangspieler “Cambrium” erschien.

Auf “debris” erwarten die interessierte Hörergemeinde jeweils drei Tracks in den 4 Unterkategorien “skeletal”, “debris”, “bomber harris” & “skeletons”, die irgendwie die “Reste” von ['ramp] aufarbeiten, welche sich in den Jahren ansammelten bzw. aufstauten. Um in die inhaltliche Materie von “debris” tiefer einsteigen zu wollen, bedarf es sicherlich den ausführlichen Erläuterungen des Künstlers, weshalb meine Person seine Ausführungen in diesem Kontext einstellt.

Mit “debris” kehrt Stephen Parsick zu den Wurzeln von ['ramp] zurück, welche in der Berliner Schule liegen und durch industrielle Momente Verfeinerung finden, wodurch ein höchst eigenständiger Sound entsteht, der durch feine Rhythmen, tiefe Atmosphären & eine undurchdringliche Dichte besticht. Neben Synthesizern, tauchen innerhalb der 12 Tondokumente das Lieblingsinstrument von Stephen Parsick, das Mellotron & Feldaufnahmen von Stahlwerken, Industrieanlagen und Eisenbahnbrücken auf, die für ein einzigartiges Hörerlebnis sorgen, das in keinem Moment Richtung Dark Ambient tendiert. Besonders mag auch der hohe Abwechslungsreichtum (Obwohl alles irgendwie Minimalistisch erscheint!) auf “debris” gefallen, der die überlange Spielzeit des Releases im Flug vergehen lässt, welche der Konsumentenschaft viel Aufmerksamkeit abverlangt, um die vorhandene Komplexität zu erfassen!

Auf die Nennung eines Anspieltipps kann bei diesen durchweg hochwertig konzipierten Soundscapes verzichtet werden, die von Anfang bis Ende einnehmen wie faszinieren und am Besten in einem Durchlauf Gehör finden.

Fazit:

Stephen Parsick liefert mit dem ersten ['ramp] Album nach der Trennung ein Meisterwerk ab, welches zwar an die Vorbilder (Edgar Froese, Klaus Schulze) erinnert, aber über genug Eigenständigkeit verfügt, um nicht als Kopie oder Abklatsch unter die Räder zu kommen. Individuen, die Tangerine Dream, Klaus Schulze, Kraftwerk & Jean Michel Jarre zu ihren absoluten Favoriten zählen, sollten sich “debris” von ['ramp] keinesfalls entgehen lassen – meine absolute Empfehlung!

Weitere Informationen zu Stephen Parsick & ['ramp] findet Ihr unter folgendem Link:

http://www.parsick.com

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