Ramp-Oughtibridge2005Über eine berauschende “Liveklangreise”!

VÖ: 2005 Label: Doombient.Music

Genre: Doombient, Drones, Berliner Schule

Im Rahmen der Fortsetzung des Specials über Stephen Parsick im “kulturterrorismus”, beleuchtet meine Person ebenfalls das Projekt ['ramp], woran der Künstler seit der Gründung 1996, zuerst bekannt unter dem Namen RPM, mitwerkelt(e). Wo in frühesten Anfangstagen die Formation noch aus Lambert Ringlage, Stephen Parsick & Frank Makowski besteht, entwickelt sich das Trio schnell zum Duo ['ramp] ohne Lambert Ringlage, welches einige interessante Releases hervorbrachte und sich im Sommer 2008 aufgrund fortwährender Differenzen trennte.An Kreativität mangelte es den Protagonisten hinter ['ramp] definitiv nicht, ansonsten wäre ihrer Schaffensperiode nicht eine eigene Stilrichtung, der Doombient, entsprungen, welcher die Verschmelzung der Adjektive langsam, erdrückend & atmosphärisch offenbart, die gemeinsam ein düsteres bis berauschendes Endprodukt aus rein synthetischen Grundstrukturen ergeben.

“oughtibridge” nahmen die Herren während eines Livekonzertes am 23.Juni 2001 im Jodrell Bank Radio Observatory in Cheshire (England) auf, welches 12 Tondokumente transportiert, die sie live, improvisiert und spontan einspielten. Weshalb das Oeuvre erst 4 Jahre später auf ihrem hauseigenen Label Doombient.Music erscheint – Fragezeichen! Die vorangegangenen Publikationen “Nodular” (1998) & “Frozen Radios” (2000) sind mir gänzlich unbekannt, wodurch es meiner Wenigkeit schwer fällt zu beurteilen, ob ['ramp] eine ansteigende Entwicklung zu “oughtibridge” durchmachten oder ob sie mehrheitlich bekannte Passagen einfach nur neu miteinander “verschweißten”. Wer sich schweren Dark Ambient der Marken Lustmord & Svartsinn in Kombination mit Berliner Schule Sounds á la Klaus Schulze & Tangerine Dream vorstellen kann, dürfte den Tracks auf “oughtibridge” schnell erlegen sein, die in sekundenschnelle in ihren Bann ziehen. Auch Stücke mit Spielzeiten über 8 Minuten wirken in keinem Moment langatmig oder gar langweilig, da die Akteure auf Abwechslungsreichtum & Spannungsbögen setzten, welche für dauerhafte kurzweilige Unterhaltung sorgen. Diejenigen, die sich extrem auf diese “Liveklangreise” einlassen, werden einen Berauschungszustand erleben, welcher sich fernab von dieser hektischen Gesellschaft irgendwo im Weltall abspielt und zur totalen inneren Ruhe wie Entspannung verhilft.

Nein, einen expliziten Anspieltipp weist “oughtibridge” nicht auf, weil Stephen Parsick & Frank Makowski ein Werk voller Geschlossenheit schufen, das zur Krönung auch passende (Space) Ambient Themen wie Ozon, Dune & Sterne offenbart, die das Gesamtkunstwerk abrunden.

Fazit:

Individuen, die auf die Musikstile Drones, Space Ambient, Dark Ambient, Ambient Berliner Schule & Downtempo abfahren, müssen dieses vielseitige Opus “oughtibridge” von ['ramp] ihr Eigen nennen, welches zu jeder Sekunde einfängt, berauscht und entspannt – meine absolute Empfehlung!

Weitere Informationen zu ['ramp] unter folgendem Link:

http://www.discogs.com/artist/['ramp]

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