Strydwolf – Dunkle Wälder

Über die Niederländische Ausgabe von Forseti!

VÖ: 2011 Label: SkullLine

Genre: Neofolk Format: CD

Ersteres Zusammentreffen endete in der totalen Vernichtung; die Herren von Strydwolf ließen mir (damals) keine andere Wahl, weshalb keine Spannung auf weitere Veröffentlichungen keimte, aber Interesse an der Weiterentwicklung der Niederländer bestand, die einen Schritt in die (richtige(?)) Richtung taten, den “Dunkle Wälder” gemahnt an Forseti und  ihren unvergessenen naturromantischen Neofolk.

Auch SkullLine, welche weiterhin Strydwolf betreuen und “Dunkle Wälder” in einer Auflage von 500 Exemplaren publizieren, steigern ihre bisher mäßige Qualität, dass das bayrische Label von der Hobbymanufaktur zum ernst zu nehmenden Verlag (mit hauseigenem Mailorder) heranwachsen lässt.

Neben längst verstorbenen Größen wie Joseph von Eichendorff (1788 – 1857), Hermann Hesse (1877 – 1962), Karl Ernst Knodt (1856 – 1917), John Askham (1825 – 1894) usw., vertonten Strydwolf auch den Text “Dunkle Wälder” (aus dem Buch “Fliederblüten”) des Deutschen Dichters Uwe Lammla,…

Dies vertraue keinem anderen:
Dunkler Wälder Namentausch,
Wiese, Wind und Weiterwandern
Waren Tod und Todesrausch.

Stille Lieder und Gedichte,
Liebe, angstvoll, schnell und stark,
Waren Tod und Todesgesichte,
Die ich im Geheimen barg.

Gott, verraten und geschunden,
Seine Worte, sternenher,
Waren Tod und Todeswunden,
Liebesbürde, doppelt schwer.

Wandre weiter und versäume
Wo das Mohnfeld Tag verschlingt,
Dunklen Tod und Todesträume,
Drin dein Lied sich weitersingt…

…der eindrucksvoll den naturromantischen Geist des Albums wiedergibt, das nicht nur in diesem Punkt an Forseti erinnert, sondern auch in Sachen Tonkunst, wo Willem W. (Gesang, Gitarre), Häns R. (Schlagzeug, Percussion), Dave G. (Percussion) & Robert H. (Akkordion, Melodica) melodiösen Neofolk kredenzen. Besonders durch den Einsatz des Akkordions entsteht der Eindruck, dass Strydwolf ein wenig wie die legendären Forseti klingen, deren Sound ebenfalls Melancholie in die Welt hinaustrug und für Anklang sorgten, das die Niederländer mit “Dunkel Wälder” bewerkstelligen, denen bis auf die teilweise amüsante Aussprache des Deutschen nur Lob zusteht, den ihre Entwicklung mag definitiv gefallen. Anspieltipp? Der Titeltrack ‘Dunkle Wälder’ und ‘Night Cometh On!’, die in meinen Augen das durchweg gelungene Album perfekt repräsentieren.

Fazit:

Von einem weiteren Desaster ausgegangen und freudig überrascht, dürfte mein Tenor zu “Dunkle Wälder” von Strydwolf sein, welche keine billige Kopie von Forseti darstellen, sondern ihren eigenen Weg in Anlehnung gehen, der entweder überzeugt oder missfällt – meine Empfehlung!  

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