Erdrückend wie hypnotisch!

VÖ: 2010 Label: Tosom

Genre: Ambient, Drone, Noise

Zur Kategorie “namentlich bekannt, aber ohrenschein- lich nicht” gehört Tainted Corrosive Mist, die “erdrück- ende” Ein-Mann Formation des Puzzle Records In- habers Wayne aus Saarbrücken, welche seit Anfang 2008 “Drone’N'Noise” auffährt, der an Interpreten wie Wach, Sunn O))), Scum For The Sun & einige Protagonisten der Drone Records 7inch Reihe erinnert.

Bisherige Releases von Tainted Corrosive Mist erblickten meist über kleinere Labels (+ im Format free Download) das Licht der Welt, weshalb das Publizieren von “Paralleldimension” über Tosom eine echte “Vorwärtsentwicklung” für den Interpreten darstellt, dessen Werk in einer Auflage von 150 Kopien erscheint, die in einer DVD Hülle inklusive zwei Beilagen Auslieferung findet.

Mit “Paralleldimension” wählte der Saarbrücker ein sehr weitläufiges Thema, wozu keine gesicherten Erkenntnisse existieren, weshalb Zweifel an ihrem Sein bestehen. Diejenigen, die sich gerne im obskuren Fahrwasser bewegen, werden “Paralleldimension” für sich entdecken, hingegen Realisten rümpfen ehr die Nase. Unter dem Gesichtspunkt “Gesamtkunstwerk”, passt die komplex wirre Thematik natürlich hervorragend zur vernehmenden Tonkunst, die ähnlich zähflüssig aus den Boxen fließt.

Als “Drone’N'Noise” beschreibt Wayne selbst seine Musik, welche eine undurchdringliche Masse aus stark verfremdeten Noisespuren darstellt, die der Künstler mittels Gitarre, Bass, Theremin, Effektgeräten, Feldaufnahmen usw. produzierte. Im Gegensatz zum recht monotonen Drone Doom & rein auf Atmosphäre getrimmten Noise Ambient erwarten den interessierten Hörerkreis auf “Paralleldimension” 4 vielseitige Tondokumente, deren großes Plus die Kombination der vorher genannten Genres ist, wodurch sich bedrohliche wie hypnotische Momente auftun, welche gemeinsam ein spannendes Hörerlebnis garantieren. “Scheuklappenträger”, die in elektronischer Musik keine Gitarren- bzw. Basslinien akzeptieren, können Tainted Corrosive Mist direkt für sich streichen, in dessen Sound, diese “bösen Biester” nicht wegdenkbar wären. Am abschließenden Mastering hätten gewisse Nachjustierungen Not getan, um die leichte Dumpfheit & gewisse Übersteuerungen zu mildern – kein Muss, aber fördert das Hörvergnügen!

Als expliziten Anspieltipp empfiehlt meine Person den Track “#52″, der aufgrund seiner Organik aus der Gesamtheit heraussticht, die ein “Ohrenmagnet” auf “Paralleldimension” bildet.

Fazit:

Individuen, die auf Drone Doom & Noise Ambient abfahren, sollte diese erdrückende Verschmelzung “Paralleldimension” von Tainted Corrosive Mist nicht verschmähen -  meine absolute Empfehlung!

Hörbeispiele und weitere Informationen zu Tainted Corrosive Mist findet Ihr unter folgenden Links:

http://www.myspace.com/taintedcorrosivemist
http://www.taintedcorrosivemist.de
http://www.tosom.de

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