VÖ: 2006 Label: Eternal Soul
Genre: Military Pop, Martial Industrial
Gute Nachrichten verbreiteten sich zu Zeiten des alten Roms wie ein Lauffeuer. Hier liegt mir so eine hervorragende bzw. positive Nachricht vor, die mit tödlicher Sicherheit ganz schnell ihre Kreise ziehen dürfte.
Das in Berlin beheimatete Projekt “Triarii” wartet mit einer neuen Offensive auf, wo für Freunde des martialischen Sounds eine Hörpflicht bestehen dürfte. Das Debüt – Album “Ars Militaria” hat schon in Fachkreisen für Furore gesorgt und scheinbar sind noch keine Friedensangebote von Triarii in Sicht – gut so, solche Veröffentlichungen wie “Pièce Héroique” braucht eine “Szene”, damit sie am Leben erhalten bleibt.
Das neue Opus ist schon wie sein Vorgänger auf Eternal Soul erschienen und ist auf 999 Exemplare begrenzt. Der Kundschaft werden zwei unterschiedliche Varianten bzw. Auflagen angeboten. Die normale Edition besteht aus 888 Stück und kommt im Jewel Case daher, die strenglimitierte Version von 111 Ausfertigungen, wartet mit einer Sonderverpackung und Postkarten als Zugabe auf. Volker Neumann, der Kopf und Lenker des Labels hat die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und bietet seiner Kundschaft hervorragende Produkte, die einen hohen künstlerischen Wert aufweisen – bestimmt ein Markenzeichen des Tonträgerverlages, mit Sitz in unserer Hauptstadt Berlin.
Sind Triarii die würdigen Prediger des Weltunterganges? Diese Frage kann nur mit einem klaren und deutlichen “Ja” beantwortet werden. Die Geschichte Roms lässt sich hervorragend in Beziehung setzen, zu der Geschichte von Deutschland. Wo Rom dem Untergang geweiht war, sind wir mit unserem Land von diesem Ziel nicht weit entfernt. Jede Hochkultur ist irgendwann zum Abtreten verdammt und auf diesen Tag bewegen wir uns mit großen Schritten zu. Die Textzeilen des Tondokumentes “On Wings Of Steel” drücken hervorragend die Situation aus, in der wir uns befinden bzw. auf uns zukommt:
On Wings Of Steel
We Are Fighting For The End Of The World
An Eagle Of Terror To Come
The Earth In Despair
The Sun In Decline
Eine schöne Thematik, worüber es sich lohnt mit vielen Personen zu philosophieren, es soll ja noch Menschen geben, die an die Zukunft dieses Landes glauben – wir sind aber nun mal dem Tode geweiht, der Lauf der Zeit kann nicht aufgehalten werden – unser Ende ist in Sicht, so wie Deutschland aus Ruinen auferstanden ist, so wird es auch wieder untergehen.
Musikalisch bekommt die interessierte Hörerschaft, mit “Pièce Héroique” ein Album voller Abwechslung geboten, wo “Ars Militaria” streckenweiße ein wenig Monotonie aufweißt, wurden hier unterschiedlichste Strukturen gewählt um die Hörerin bzw. den Hörer ein Klangerlebnis der besonderen Art zu bescheren. An ein paar ausführlichen Beispielen, möchte ich Euch die Qualität dieses Tonträgers verdeutlichen. Das Tondokument ‘On Wings Of Steel’ dürfte sich in kürzester Zeit, seinen Weg auf die Tanzflächen der einschlägigen Veranstaltungen bannen. Mitreißende Marschtrommeln versetzt, mit einem martialischen Klangteppich und die markante bzw. ausdrucksstarke Stimme bestimmen das Bild was sich einem offenbart – auf die Dauer bestimmt ein Klassiker. Zusammenarbeiten in diesem musikalischen Sektor sind in der letzten Zeit eigentlich an der Tagesordnung, somit nicht verwunderlich, dass auch Triarii auf “Pièce Héroique” mit einem Lied aufwarten, welches eine Mischung aus neofolktypischer Gitarre und martialischem Soundgewand ist. Der Song ‘Roses 4 Rome’ wurde in Kooperation mit Tomas Pettersson von Ordo Rosarius Equilibrio erstellt. Irgendwo erinnert mich diese Arbeit sehr stark an vergangne Zeiten, wo Ordo Rosarius Equilibrio noch Ordo Equilibrio hießen und Stücke wie ‘Living By The Sword’ erschienen sind. Für mich persönlich hat dieses Tondokument wieder den alten Charme, den das Projekt mal ausgezeichnet hat, die heutigen Publikationen unter Ordo Rosarius Equilibrio hingegen sind für mich völlig belanglos – eine wunderbare Arbeit, die sich schnell zum Ohrwurm entwickelt. ‘Kingdom Of The Blind’ glänzt durch einen sehr Triarii untypischen Sound – ein kriechende Klangcollage, die sehr bedrohlich und düstern wirkt, aber völlig ohne treibende Marschtrommeln auskommt – wenn nicht Triarii draufstehen würde, könnte dieses Stück auch von einem Projekt stammen, welches eine Kreuzung aus Dark Ambient und Noise auf die Menschheit losläst. Wir Ihr lest, lässt dieses Opus keine Wünsche offen und begeistert durch seinen Abwechslungsreichtum.
Nicht zu vergessen ist der Punkt, dass das Endergebnis durch den Mix von Jouni Havoukainen von In Slaughter Natives den letzten Schliff bekommen hat und jeden Liebhaber von “satten” bzw. “fetten” Produktionen begeistern dürfte.
Fazit:
Der zweite Siegeszug von Triarii ist geglückt in einer unglaublichen Manier. Wer auf martialisch anmutende Musik steht, kommt an dem Projekt Triarii nicht vorbei. Ein absoluter Pflichtkauf, den niemand bereuen dürfte – hier wird Genuss ohne Reue geboten auf höchstem Niveau. Ein Soundtrack für den Tag, wo die Welt untergeht.
Hörbeispiele und weitere Informationen zu Triarii finden Sie unter folgenden Links:
















