Zwischen Droge, Meditation & Ritual!
VÖ: 2009 Label: Beta-lactam Ring Records
Genre: Ambient, Drone, Ritual
Troum, die übermächtigen Heroen der Drone Szenerie, welche mit ihren Arbeiten unzählige Projekte beeinflussten, veröffentlichten mit “Eald-Ge-Stréon” ein weiteres Kopfkinohighlight, das alleine in Punkto Vereinnahmung in einer anderen Liga spielt.
Ungewöhnlich aber wahr – der aktuelle Langspieler erblickte nicht über die hauseigene Tonträgermanufaktur das Licht der Welt, sondern über Beta-lactam Ring Records in Amerika, wo seit dem Jahre 2000 feine Industrial- & Drone Releases von Größen wie Nurse With Wound, Andrew Liles, Nadja, Martyn Bates, Daniel Menche usw. erscheinen. Bisher gibt es “Eald-Ge-Stréon” in zwei CD Versionen, welche sich durch die Beigabe des Bonustonträgers “Abhijna” unterscheiden, der den ersten 500 Exemplaren dieser Publikation beiliegt. Anfang 2010 soll “Eald-Ge-Stréon” in Zusammenarbeit mit Equation Records als Doppel LP auf den Markt kommen, eine Aussicht, welche Vinylfetischisten sicherlich in Extase versetzt.
Wie nicht anders als erwartet, bewegen sich die Hanseaten auf “Eald-Ge-Stréon” erneut in ihrem eigenen Kosmos, welcher sich irgendwo zwischen Natur & Spiritualität/ Esoterik abspielt.
Ab den ersten Klängen auf “Eald-Ge-Stréon” setzt eine völlige Hypnose ein, die sich mit den letzten Takten in Luft auflöst und ein Gefühl von totaler Freiheit hinterlässt, als wenn man aus einer tiefen Meditation erwacht – Wahnsinn! Glit{s}cH & Baraka[H] hinter Troum, zelebrieren auf diesem Oeuvre 7 Tondokumente von unfassbarer Dichte, welche von ihren Stimmungen an rituelle Zeremonien, orthodoxe Messen & Schwerelosigkeit im All erinnern. Lange konnte keine „Scheibe“ mehr so Gefangen nehmen, wie “Eald-Ge-Stréon” von Troum, wo sich Ausdruckskraft & technische Können zu einer fast unheimlichen Symbiose paaren, die meines Wissens nach in dieser Intensität bisher nicht existierte. Anspieltipps sind im Fall von Troum Schall & Rauch, einfach lauschen und sich dem Sound ergeben, welcher für einige Zeit das irdische Dasein vergessen und von Welten träumen lässt, die vielleicht auf ewig unerreicht bleiben.
Im Endeffekt lässt sich die von Troum erbrachte Leistung auf “Eald-Ge-Stréon” nicht in Worte fassen, welche am ehesten mit Werken von Sun O))) vergleichbar wäre, die ebenfalls ihre Hörerschaft mit musikalischen Tsunamis überrollen. Irgendwie verwundert es da nicht wirklich, dass Stephen O’Malley sich hier für das feine Artwork verantwortlich zeigt, oder?
Fazit:
Wenn eine Formation seit Jahren Tonkunst auf höchstem Niveau zaubert, dann Troum, die mit “Eald-Ge-Stréon” den nächsten Geniestreich auflegen, der Droge, Meditation & Ritual zugleich ist – meine absolute Empfehlung! Individuen, die Musik am Limit suchen, kommen an Troum insgesamt wie “Eald-Ge-Stréon” nicht vorbei – Punkt!
Hörbeispiele und weitere Informationen zu Troum findet Ihr unter folgenden Links:
http://www.myspace.com/troum
http://www.troum.com/
http://www.blrrecords.com/
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