Zwischen Moderne und Black Metal Attitüde!
VÖ: 2009 Label: Vendlus Records
Genre: Post Metal, Post Rock, Stoner Rock, Progressiv, Black Metal
Die mir bisher gänzlich unbekannte Band Valborg aus der “Bonner Bandmafia” (Island, Klabautamann, Ekpyrosis, Woburn House, Gruenewald, Slon) veröffentlicht über das amerikanische Label Vendlus Records ihren zweiten Langspieler “Glorification Of Pain”, der eine progressive und zum Teil psychedelische Melange aus Post-Metal & Post-Rock (oder Stoner-Rock) zutage fördert.
Hinter der 2002 gegründeten Formation Valborg verbergen sich die Musiker Christian Kolf (Gesang, Gitarre), Jan Burckard (Gesang, Bass) und Patrick Schroeder (Schlagzeug), welche mit “Glorification Of Pain” ein Werk offerieren, das im Liveaufnahmeverfahren Einspielung fand und dadurch sehr ungeschliffen bzw. räudig aus den Boxen ertönt.
Inhaltlich transportiert das Trio in den Songtexten Naturverbundenheit und die berühmt berüchtigte Black Metal Attitüde, wo Menschen und Gesellschaft den letzten Dreck darstellen. Eine Kostprobe gefällig? Hier ein paar Zeilen aus ‘Epic Journey’:
Wandering Lonely In The Forest
Epic Journey – Fuck You All
From The Throne Of A Mountain
Epic Journey – Fuck You All
Dieser hier vermittelte Eindruck verstärkt sich durch das mitgelieferte Bandphoto, das folgenden Titel trägt: “Vorsicht bissige Pandabärchen! Bitte nicht streicheln und füttern! Danke – Die Zooleitung!” (Ohne Humor, wäre das Leben nur halb so schön!).
Musikalisch erlebt der geneigte Hörerkreis auf diesem Oeuvre eine technisch hochwertige Melange aus Post Metal, Post Rock und Stoner Rock (Doom Metal), die zeitweise an eine abgedrehte Variante aus Opeth & Katatonia (manchmal auch My Dying Bride) erinnert. Die zu vernehmenden Gesangslinien erklingen recht hoch und weisen einen leichten Goth Rock Touch (Carl McCoy (Fields of the Nephilim) meets einen Heavy Doom Sänger!) auf, wodurch sie sehr viel Eigenständigkeit ausstrahlen und sich schnell in den Gehörgängen verankern – ein absoluter Pluspunkt von Valborg! Wer rhythmische wie getragene Strukturen innerhalb eines Albums wünscht, bekommt diese Bandbreite von den Bonnern auf “Glorification Of Pain” geboten.
Anspieltipps offenbart diese Publikation genügende, aber sofort ins Gedächtnis springen die Tondokumente ‘Eerie And Old’ und ‘Imperial Pandemonium’ (Ein atmosphärisches Licht!), welche sich entweder durch Stimmbandarbeit oder Melodieführung bzw. Technik auszeichnen.
Fazit:
Nach dieser Publikation “Glorification Of Pain” sollten sich Personen den Namen Valborg merken, die auf eine progressive wie technische Symbiose aus Rock und Metal anspringen, welche zwischen zügiger Rhythmik und einnehmender Atmosphäre schwingt. Diejenigen, die auf die jüngeren Sachen von Nocte Obducta abfahren, müssen Valborg einfach mal antesten – nicht gleich oder gar identisch, aber verwandt! Meine persönliche Empfehlung!
Eine gute Meldung noch zum Schluss: Individuen, die den Tonträger „Glorification Of Pain“ in ihr Herz schließen, erhalten in der Zukunft mit “Crown Of Sorrow” ein Nachfolgeoeuvre, das die Herren schon Ende 2008 einspielten.
Hörbeispiele und weitere Informationen zu Valborg findet Ihr unter folgenden Links:
http://www.myspace.com/siebengebirge
http://www.valborg.de
http://www.myspace.com/zeitgeistermusic
http://www.zeitgeistermusic.com
http://www.myspace.com/vendlusrecords
http://www.vendlus.com















