VÖ: 2010 Label: Eigenproduktion/ – vertrieb
Genre: Ambient, Drone
In drei “Akten” zelebriert VioSac auf “Dawning Luminosity” eine Welt voller Traurigkeit & Entschlossenheit, die nur noch in Punkto Klang (analoge Instrumentierung) an vorherige Werke erinnert & ansonsten eine Hin- bzw. Weiterentwicklung zu tiefen Drones offenbart, welche sicherlich neue Hörerschichten erschließt, wenn diese Darbietung keine “Eintagsfliege” darstellt.
Eigentlich dürfte es kein Problem sein, ein geeignetes Label für VioSac zu finden, aber irgendwie scheint der Kanadier auf hochwertige Eigenproduktionen (im Presswerk hergestellt) & Eigenvertrieb abzufahren, um sicherlich alle Zügel in den Händen zu (be)halten.
Inhaltlich taucht der Künstler in eine rätselhafte Materie ein, die sich abgeleitet von den Bildern, zwischen Mittelalter & einem neuzeitlichen Winter bewegt und der Ohrenlerche gewidmet ist, welche irgendwie gar nicht in den Obergesamtkontext “Verstehe, und sei frei!” passt, aber im Endeffekt die massive Durchgeknalltheit von VioSac aufzeigt, wofür dieses Projekt Bekanntheit erlangte. Wer Wahnsinn sucht, kommt an VioSac faktisch nicht vorbei – Punkt!
Im Gegensatz zu den bisher sehr experimentellen Vorstellungen, liefert VioSac auf “Dawning Luminosity” schlichte fast eintönige Soundcapes ab, welche sich am Besten mit minimalistischen Drones beschreiben lassen, die über viel Atmosphäre aber auch Monotonie verfügen und sich schnell ins Gedächtnis “einbrennen”. Personen, die Tiefgang & Hypnose zugleich wünschen, sollten sich diese drei überlangen Tracks auf “Dawning Luminosity” genehmigen und in entspannendes Kopfkino abtauchen. Besonders mögen die sehr klaren Strukturen der einzelnen Lieder gefallen, welche nie die Musik an sich, sondern deren Wirkung in den Vordergrund stellen, weshalb die Konsumentenschaft hier ein phänomenales Hörerlebnis erwartet, das geistige Freiheit schenkt, wenn man sich drauf einlässt.
All den Individuen, denen VioSac bisher zu verquast bzw. abgedreht war, können mit „Dawning Luminosity“ einen neuen Anlauf wagen, der aufgrund der leichteren (Ton-) Kost gelingen müsste! Echten VioSac Fans hingegen, dürfte ein wenig der experimentelle Geist vergangener Tage fehlen, der hoffentlich auf zukünftigen Alben wieder zunimmt!!!
Fazit:
VioSac offenbart mit “Dawning Luminosity” ein fast eingängiges Release, das Ambient- & Drone Fetischisten unbedingt ihr Eigen nennen müssen, hingegen VioSac Anhänger früherer Tage könnten ein wenig enttäuscht sein. Obwohl der Veränderungen meine absolute Empfehlung, die sich auf die hohe (fast erdrückende) Ausdruckskraft der Stücke stützt, welche zu herrlichem Kopfkino einladen, dass unter dem Motto “Verstehe, und sei frei!” abläuft!
Hörbeispiele und weitere Informationen zu VioSac findet Ihr unter folgenden Links:
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